3D – Die falsche Marktentwicklung
Früher, da gab es Super 8. Alle waren froh und glücklich, Bewegtbilder zu sehen. Dann kamen auf einmal Farbfilme, die Qualität wurde immer besser. Es machte – je nach Film – auch irgendwie mehr Spaß, wenn der Film in Farbe war. Natürlich kostete so ein Film in der Produktion auch mehr.
Irgendwas ging dann aber in der Entwicklung schief. 3D-Filme wurden erfunden, die dritte Dimension mit Brillen erzeugt. Gestern habe ich meinen zweiten 3D-Film, Narnia (Reise auf der Morgenröte) gesehen – und bin schlicht entgeistert. Mir scheint, die Filmindustrie will sich gegenseitig mit technischen Fortschritten überbieten, was mir als Kinobesucher nicht besonders gefällt. Ich muss nicht nur mehr dafür zahlen, weil ich eine Brille nutze, nein, man bekommt davon auch nach maximal einer Stunde Kopfweh, das Bedürfnis sich die Sehhilfe und die 3D-Brille vom Kopf zu ziehen und bemerkt dann: Wo ist eigentlich die richtig schöne Schärfe hin? Das, was bei 2D-Filmen so brilliant geklappt hat, scharfe Bilder, ist auf einmal einfach (selbst mit Brille) verschwommen, teilweise unscharf / garnicht recht scharf. Und das ist es, was mein Auge will. Es wird nur dann befriedet, wenn es scharfe Bilder sieht. Ich will keine Überforderung durch 3D-Körper, die während der Haribo-Werbung auf mich zufliegen.
Oder ich mache was falsch. Ich hätte gerne das alte Kino wieder. Da gabs die Filme wenigstens nicht in 3D. Aber digital dürften die Filme bleiben, kein Problem.