Massenpanik am Bund

Die Entscheidung, Silvester nicht an dem Huangpu zu verbringen, war eindeutig richtig. Silvester ist in China zwar nicht so wichtig wie das Mondneujahr, in Shanghai zieht eine Lasershow in den letzten Jahren jedoch immer mehr Besucher an. Wie Shanghai daily berichtet, kamen bei einer Massenpanik in der Nähe des Bunds, auf dem ChenYi-Platz, während eines Gedränges mindestens 35 Menschen um, 48 wurden verletzt.
Während solcher Veranstaltungen bleiben angrenzende Metrostationen meist geschlossen. Bei der Golden Week, in der ein ähnlicher Ausnahmezustand herrschte, habe ich schon erlebt, wie Polizisten die Menschenmassen unter Kontrolle halten.

Zurück von der koreanischen Halbinsel

Hallo alle!
Gestern abend bin ich von unserem kleinen Ausflug nach Südkorea zurückgekommen. Dort haben wir – hauptsächlich in Seoul – einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie das Leben dort funktioniert. Hier ein paar kleine Stichpunkte zu dem, was wir gemacht haben, Bilder gibt es wiederum später, wenn ich Donnerstag die Klausur hinter mir habe, und die Bilder auch mal jemandem gezeigt habe, findet sich bestimmt eine gute Auswahl.
In Südkorea waren wir am ersten Tag nach der Landung im Gebiet zwischen Nord- und Südkorea, der demilitarisierten Zone (DMZ). Neben einer gemeinsamen Sicherheitszone (JSA), in der es auch Verhandlungsgebäude und für Familienzusammenführungen gedachte Gebäude jeweils direkt auf den zwei Seiten gibt, haben wir uns auch den letzten Bahnhof in Südkorea (es ist noch nie ein Personenzug nach Nordkorea gefahren, nur Anfang der 2000er Güterzüge zu einer gemeinsamen Fabrik auf nordkoreanischem Terrain) und einen der Infiltrationstunnel, die entdeckt wurden, angesehen.
Neben palästen und buddhistischen Tempeln haben wir in Seoul selbst dann ein bisschen die Stadt angesehen, einen künstlichen Flusslauf und Marktstraßen, haben Streetfood gegessen, kimbap und bibimbap gegessen und weihnachtsliedersingende Chöre auf der Straße gesehen. Obgleich Südkorea viel kälter ist, so hat es doch nie geregnet, warm eingepackt konnte man es zumindest für eine Weile draußen gut aushalten.
Im Gegensatz zu China waren sehr viele Kreuze sichtbar – seit dem 19. Jhdt. gibt es Religionsfreiheit in Südkorea, vor allem katholische Christen scheinen einige in Seoul beheimatet zu sein. Die Universitäten sind auch zum Teil katholisch.
Es war spannend, nochmal eine andere asiatische Sprache zu hören – und ein paar andere Gewohnheiten zu sehen. Die kleinen Alltagsfetzen auf chinesisch konnte ich in Seoul natürlich nicht anwenden und wären vielleicht hilfreich gewesen. Spannend: In der Metro von Seoul darf man zum Beispiel nicht sprechen – es ist unglaublich ruhig, alle machen etwas mit ihren Smartphones oder flüstern mit dem Mitfahrer. Auch waren die Abteile selten stark gefüllt, beides krasse Unterschiede zu der Situation in der Shanghaier Metro.
Jetzt werde ich wohl mal wieder fleißig an einer Hausarbeit schreiben – bis bald!

Zwischenstand

Da wundern sich doch viele Menschen, dass hier nichts passiert – schön, dass nicht nur verfolgt, sondern aktiv eingefordert wird.
Nach der Reise nach Zhejiang ging das studieren so richtig los und ich komme grade nicht zu viel anderem. Bis Anfang Dezember ist dann das meiste rum – ab da plane ich noch ein wenig ein paar neue Ecken der Volksrepublik kennen zu lernen. Bis dahin müssen aber noch Hausarbeiten geschrieben, eine Präsentation gehalten und zwei Klausuren geschrieben werden.

Bald gibt es bestimmt auch Bilder von den ersten Monaten – versprochen!

Auf die Reise

Die Pläne für eine 4-tägige Reise in die Provinz Zhejiang stehen. D.h. jetzt wird gepackt und ich bin vielleicht bisschen weniger erreichbar und kann danach viele tolle Sachen berichten.

(Update 1) Pustekuchen (Update zur Verschwoerungstheorie)

Computer wieder defekt. War wohl nach dem service ohne Hardware Austausch zu erwarten. Diesmal mit E-Mail Kontakt zum IWS (international warranty service) Lenovo. Der laden, in dem ich sonst immer war, schien mir etwas wirr.
Also: weiter warten. Und zur Verschwörungstheorie: tatsächlich habe ich als eine der letzten Aktionen am Computer eine Garantie Verlängerung erworben. Kostete happig, dafür Austauschgerät bei Eigenverschulden… Das wird auch bald notwendig, wenn ich dann ausraste weil der service hier im Gegensatz zum deutschen Thinkpad service einfach sehr sehr langsam ist.

Update 1:
Nachdem mein Computer heute vor Ort, als gerade meine Nummer aufgerufen wurde, wieder funktionierte, habe ich mit einem Herrn von IWS vereinbart, den “On-door”-Service, wie aus DE gewohnt, in Anspruch zu nehmen. Wird nach der Reise ausprobiert.

Sie können Ihre Arbeit nun fortsetzen

Nach einem ohnehin unglaublich langen und guten, sehr guten Tag (Shangai World Financial Tower, 100F, 97F, 94F, Massage im 3F, danach über die Straßen schweben und den Tag mit Streetfood ausklingen lassen) und einer Skype-gefüllten Nacht, die dann im Morgengrauen endete, bin ich doch im Anschluss heute morgen tatsächlich frohen Mutes losgezogen, mein Notebook wieder vom Lenovo Customer Service Center an der Shanghai Railway Station abzuholen. Überraschenderweise war es heute wieder betriebsbereit – angeblich ohne Hardwaretausch.

Um euch ein wenig an der Tortur teilhaben zu lassen, hier ein kurzer Abriss:
Das Betriebssystem wird zur Systemzeit ‎2014‎-‎09‎-‎07 19:31:08 heruntergefahren. Am kommenden Tag wird es nicht erwachen. Keine einzelne Umdrehung ließ der Lüfter von sich hören, das einzige, was am Computer noch lief was die blinkende An-Taste.

Am 08.09. (Feiertag in China) gehe ich also das erste Mal los, um den im Internet zufällig durch einen Hinweis in einem Forum gefundenen Service Store zu suchen. Auf einer Karte oder aber auf der offiziellen Webseite konnte ich den bis heute nicht finden. Aber ich habe ihn durch die Hilfe einiger Polizisten gefunden. Da aber wie gesagt Feiertag war, waren die “Service Engineers” leider nicht wirklich zum Helfen aufgelegt. Sie verwiesen mich an ihren Telefonapparat, an dem ich das Gerät für den internationalen Garantieservice registrieren sollte.
Mein Gerät durfte ich nicht dalassen.

Am 09.09. bringe ich also mein Gerät hin. Bekomme eine Quittung und die Ankündigung, es dauere so 3-5 Tage.

Am 14. oder 15. dagewesen. Läuft noch nicht. Ich solle doch wiederkommen, wenn man mich angerufen habe.

16. und 17.09. diverse Telefonate mit dem Lenovo-Laden. Das Mainboard in meinem Gerät passe nicht zu der Machine-Nr. – kein Wunder, wurde schließlich gerade im Juli getauscht. Ich könne in 4-5 Tagen damit rechnen, dass er wieder laufe.

Und heute dann: Aus der vom Schlafmangel geborenen Idee wurde überraschend Wirklichkeit – nach einem Kaffee bei Starbucks und dem weiteren Warten vor dem Lenovo-Laden (Öffnungszeit ist 08:30 Uhr; die Herren kamen 5 Minuten später aus allen Himmelsrichtungen angerannt und öffneten dann 5 Minuten später auch die Tür) konnte ich das Gerät also tatsächlich wieder anschalten und schreibe jetzt ein wenig über die letzten Tage (hier: was das Notebook angeht.)

Wie wäre es an dieser Stelle mit ein bisschen Verschwörungstheorie? Gerade eben erinnert mich der Computer daran, dass die Garantie in exakt 2 Monaten durch ist… Ob man mich so zu einer Verlängerung überreden möchte?

Gleich rekonstruiere ich mal die sonstigen Erlebnisse der letzten zwei Wochen… Man verzeihe die u.U. auftauchenden Fehler und Macken im Text.