LED LENSER: Power in der Hosentasche
Wer ein wenig mitliest, weiß, dass ich vor einiger Zeit einmal auf tridoo ein Review geschrieben habe – ebenfalls für Zweibrüder Optoelectronics. Damals habe ich die LED LENSER Hocus Focus zum Test erhalten und auch behalten dürfen. Seitdem bin ich hellauf begeistert von den Taschenlampen der Firma. Beim heutigen Review muss sich Zweibrüder Optoelectronics aber vielleicht auch den ein oder anderen kritischen Satz von mit gefallen lassen.
Dieses Mal habe ich von Zweibrüder nicht nur die zu testende Lampe erhalten, sondern auch zwei weitere. Von denen soll jetzt aber nicht die Rede sein, heute geht es nur um die LED LENSER M1.
Obwohl diese Taschenlampe nur 97mm lang ist und mit Batterie gerade einmal 78g wiegt, bietet sie mehr als nur ein einfaches Leuchten, wie es bei herkömmlichen Taschenlampen üblich ist. Das robust Metallgehäuse in Form eines Zylinders weist am Ende einen auch für große Finger gut bedienbaren Knopf aus, der die verschiedenen Leuchtfunktionen aktivieren kann.
Um diese kennenzulernen, befindet sich in der LED LENSER-Verpackung eine SmartCard, eine bildhaft erklärte Kurzanleitung. Hier wird einfach verdeutlicht, dass die M1 bei unterschiedlich häufigem Drücken des Knopfes mit ihrer vollen Leistung leuchten kann, mit reduzierter Leuchtkraft (15% weniger, aber dennnoch sehr hell) oder der Strobe Modus eingeschaltet wird. Dieser Verteidigungsmodus lässt das grelle Licht immer wieder schnell hintereinander aufblitzen, sodass ein Angreifer durch stark geblendet wird. Das alles ermöglicht ein intelligenter Mikroprozessor, der in der Taschenlampe eingebaut ist.
Das an sich schon sehr helle Leuchten kann durch Verschieben des Lampenkopfes zusätzlich per Gleitschlittenmechanik fokussiert werden (Speed Focus). Das funktioniert so einfach, dass man ihn ohne Probleme auch nur mit einer Hand regulieren kann – sehr benutzerfreundlich! Die Smart Light Technology und der Überhitzungsschutz (Smart LED Protection) macht die M1 zu einer ganz besonderen Taschenlampe.
Ein klein wenig zu diesem Bild: Aufgrund der enormen Leuchtdauer war es nicht einfach, nur den leuchtenden LED-Chip zu fotografieren, ohne ein vollständig weißen Bild zu erhalten. Hier habe ich auf F/20 abgeblendet, die Verschlusszeit bei 1/8000 und die Empfindlichkeit auf ISO 100 gehabt. Leider eben kein Graufilter dagewesen, sonst hätte es noch mehr Möglichkeiten gegeben.
Dieser winzige LED-Chip sorgt für die Photonenemission.
Klein, elegant schwarz, bis zu acht Stunden Leuchtdauer und eine hohe Leuchtkraft von 155 Lumen – das alles bietet die M1. Hört sich ziemlich perfekt an – mehr Lichtleistung bei noch kompakterer Bauweise, was will man mehr?
Der einzige “Knackpunkt” bei diesem kleinen Lichtmonster ist für mich der Wackelnde Objektivtubus, der sich verschieben lässt, um den Licht Strahl zu fokussieren. Ganz ausgefahren wackelt dieser leider beträchtlich. Bis auf diesen Mangel hat diese Lampe jedoch eine Qualität und Wertigkeit, vor der sich MagLite und Co. verstecken müssen. Im Ganzen können es die LED LENSER sowieso mit MagLites aufnehmen – bis auf den Verwendungszweck als Schlagstock – dafür bräuchte man dann die LED LENSER X21 (Hat zufällig jemand eine zuviel? ich nehme Geschenke immer an…), diese liegt dann aber preislich in allen Höhen des Himmels. Dafür kommt sie aber einem Stadion-Flutlicht gleich. *HabenWill*.