PPP: Stand der Dinge
Vor gut zwei Monaten hatte ich mich bei der Organisation afs um das Stipendium des Parlamentarischen Patenschaftsprogrammes beworben. Vor einigen Wochen hatte ich dann einen seltsamen DIN A6 Umschlag erhalten – handbeschriftet, von einer Person, deren Name mir nicht bekannt war. Darin vergbarg sich jedoch die Einladung zum Auswahlwochenende der AFSler. Am 8./9. November, sprich vergangenem Wochenende, ging es dann zum Auswahlwochenende in die Jugendherberge Mayen.
Da sich eine Mitschülerin von mir auch beworben hatte, war ich nicht direkt auf mich alleine gestellt und konnte mit jemand mir bekanntem in Kontakt bleiben. Ich lernte jedoch schnell andere nette Personen kennen, sodass das Wochenende eigentlich – egal wie es für mich ausgehen solle – nur gut werden konnte.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von AFS, welche selbst ein Jahr mit AFS im Ausland verbracht hatten, waren sehr freundlich, was dem ganzen Wochenende eigentlich weniger den Anstrich einer Auswahl gab: Wir spielten viel, mussten diskutieren, Rankingspiele machen und unsere Persönlichkeit eben ein Stück weit preisgeben.
Neben diesen Spielen gab es jedoch auch einen Staatsbürgerkundetest, einen Aufsatz und Einzelinterviews, bei denen die Verhaltensweise am gesamten Wochenende hinterfragt wurde und man mit allen Mitteln der Psychologie aus der Reserve gelockt wurde. Das war letztes Wochenende – und ich warte schon 7 Tage auf meinen Brief – und er will und will nicht kommen.